Bergung der Unfallzüge in Bad Aibling dauert an

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Meridian-Zug bei der Abfahrt aus München Hbf. (Bild: Maximilian Fischer, netzroot)

Gestern ereignete sich in den frühen Morgenstunden auf der Mangfalltalbahn zwischen Kolbermoor und Bad Aibling ein schweres Zugunglück. Zwei Meridian-Züge kollidierten frontal ineinander. Den gesamten Tag über wurden verletzte Fahrgäste aus den Trümmern gerettet, heute rückte schweres Gerät zur Bergung der Zug-Garnituren an.

Zehn Tote und 88 Verletzte

Am Morgen des 09. Februar 2016 fand um 06:40 Uhr eine Zugkollision zweier FLIRTs der Meridian auf der Strecke Rosenheim – Holzkirchen statt (ZugTV.de berichtete darüber). Inzwischen wurde von der Bundespolizei die Statistik aktualisiert: Insgesamt wurden 88 Fahrgäste verletzt, neun davon lebensgefährlich und acht schwer. Am gestrigen Nachmittag wurde ein weiteres Todesopfer geborgen, sodass nun zehn Personen beim Zugunglück nahe Bad Aibling ums Leben kamen.

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Ermittlungen dauern an

Der Bahnvorstand und Politiker bekundeten gestern ihre Bestürzung über diesen Unfall und bekundeten allen Angehörigen der verstorbenen Opfer ihr Beileid. „Selbstverständlich unterstützen wir die ermittelnden Behörden bei der Aufklärung der Unfallursache“, sagte Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Bahn. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern bislang noch an. Zwei der drei Datenschreiber konnten geborgen werden und werden immer noch ausgewertet. Rüdiger dankte auch allen eingebundenen Helfern und Rettungskräften vor Ort.

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Bergung der Unfallzüge

Die Strecke zwischen Rosenheim und Holzkirchen ist 37 Kilometer lang. Seit gestern Morgen ist sie gesperrt. Die Bahn hat sechs Schienenersatzbusse im Einsatz. Heute traf auch der Notfallkran aus Fulda an der Unfallstelle ein. Er besitzt eine Tragkraft von 160 Tonnen und bietet neben dem Bergungswerkzeug auch Module für die Stromversorgung, Wartung und Aufenthalt des Einsatzteams. Zur Unterstützung ist ein weiterer Kran aus Leipzig angefordert worden, der eine Tragkraft von 75 Tonnen vorweisen kann. Dieser wartet im Bahnhof von Bad Aibling auf seinen Einsatz. Neben dem Notfallmanagement und dem Bergungsteam unterstützt auch das lokale THW mit Spezialgeräten vor Ort. Wie lange die Berungsarbeiten andauern werden ist bislang noch nicht bekannt.

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