Stuttgart: Farbliche Markierung zeigt Haltebereich der S-Bahn an

Farbliche Markierungen
Bild: Gottfried Stoppel/Deutsche Bahn

In Stuttgart wird es farbig: Die Deutsche Bahn markiert S-Bahn Haltestellen mit farbigen Steifen, die den Fahrgästen zeigen soll, in welchem Bereich der nächste Zug zum stehen kommen wird. Dadurch sollen die Standzeiten an den Haltestellen optimiert werden.

Orange und grüne Streifen

Wer kennt das Szenario nicht: Da steht man am Bahnhof und wartet auf den nächsten Zug, weiß aber nicht so genau, wo er anhalten wird. Versierte Bahnfans können sich an den Haltetafeln orientieren, die normalen Fahrgäste stehen dann „auf gut Glück“ an einer Stelle. Fährt der Zug dann in den Bahnhof ein, rennt eine Menschenmenge den vorfahrenden Zug hinterher. Die Stuttgarter S-Bahn kennt dieses Problem auch. Laut Dr. Dirk Rothenstein, Sprecher der Geschäftsführung der S-Bahn Stuttgart, büßt man daher wertvolle Zeit an Haltestellen ein: „Wir haben festgestellt, dass beim Ein- und Ausstieg oft nicht alle Türen an den Zügen genutzt werden und dadurch immer wieder wertvolle Zeit verloren geht.“ Darum wurde nun unter dem neuen Leitmotiv „Jede Sekunde zählt!“ eine Neuerung am Haltepunkt Hauptbahnhof (tief) eingeführt.

Unterscheidung der verschiedenen Zuglängen

Orange und grüne Streifen an den Wänden der Haltestelle sollen den Fahrgästen verdeutlichen, in welchem Bereich der nächste Zug zum stehen kommen wird – und wo eingestiegen werden kann. Zwei Farben deshalb, weil an der Haltestelle Kurz-, Lang- und Vollzüge halten. Für Kurzzüge orientiert man sich an der grünen, 70 Meter langen Markierung. Langzüge, die aus zwei S-Bahn-Einheiten bestehen, sind 140 Meter lang und halten an der orangen Markierung. Vollzüge mit drei Einheiten halten an der gesamten Länge des Bahnsteigs. Durch die Markierungen können sich die Fahrgäste besser an der Haltestelle verteilen. Somit kann die effektive Standzeit optimiert werden. „Mit den farbigen Markierungen haben die Fahrgäste eine klare Orientierung, in welchem Abschnitt des Bahnsteigs eine S-Bahn hält. Wenn dann alle Türen entlang der S-Bahnen genutzt werden, funktioniert der Fahrgastwechsel reibungsloser und schneller“, so Dr. Rothenstein.

Farbliche Markierungen
So sehen die Markierungen an den Wänden aus (Bild: Gottfried Stoppel/Deutsche Bahn).

Weitere Stationen kommen dazu

Damit die Fahrgäste Bescheid wissen, welcher Zugtyp (Kurz-, Voll oder Langzug) als nächstes einfährt, zeigt die Fahrgast-Informationstafel ab sofort an, in welchem farblichen Bereich sich aufgestellt werden kann. Zusätzlich werden Ansagen abgespielt und ein Informationsfilm abgespielt. In Zukunft sollen diese Markierungen auch an weiteren Stationen zwischen der Stadtmitte und der Haltestelle Schwabstraße angebracht werden.

Eine gute Entscheidung, die es in Nürnberg bereits in einer leicht abgeänderten Form gibt: Dort fährt die U-Bahn automatisch und hält dadurch immer an den exakt gleichen Stellen einer Station. Am Boden sind deshalb Markierungen angebracht, um den sich die Fahrgäste aufstellen können.

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