Bahn-Unfall in Bad Aibling: Zehn Tote, viele Verletzte

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Meridian-Zug bei der Abfahrt aus München Hbf. (Bild: Maximilian Fischer, netzroot)

Am heutigen Faschingsdienstag hat sich auf der eingleisigen Strecke zwischen Rosenheim und Bad Aibling nahe Kolbermoor ein schweres Zugunglück ereignet: Zwei Züge des deutschen Tochterunternehmens „Meridian“ der französischen TransDev-Gruppe sind fontal kollidiert. Seit den frühen Morgenstunden dauern die Rettungs- und Bergungsarbeiten an.

Kein normaler Betriebsablauf?

Völlig unklar ist bisher, was die Ursache dieses Unfalls ist. Am frühen Morgen kollidierten zwei Garnituren des Meridians nahe Bad Aibling im Landkreis Rosenheim. Die Strecke ist eingleisig und führt von Rosenheim nach Holzkirchen. Sicherheitstechnisch ist die Strecke auf dem neuesten Stand. Erst letzte Woche seien technische Prüfungen durchgeführt worden, sagte Klaus-Dieter Josel, der für die Bahn in Bayern zuständig ist. Laut Fahrplan hätte einer der Züge in Kolbermoor einen längeren Stop einlegen müssen, damit der Gegenzug passieren kann. Dem war in diesem Fall nicht so.

GERMANY-TRANSPORT-RAIL-ACCIDENT

Neun Tote und viele Verletzte

Bisher wurden von den Kräften zehn Tote, darunter auch die Lokführer sowie die Zugbegleiter der beiden Züge, aus dem völlig zerstörten Zügen geborgen. 18 Fahrgäste zogen sich schwere Verletzungen zu, weitere 90 wurden leicht verletzt. Zwei Fahrgäste werden immer noch vermisst. Die Unfallstelle befindet sich in einer leichten Kurve, sodass keine direkte Sicht bestand. Für diesen Streckenabschnitt ist eine Maximalgeschwindigkeit von 100 km/h festgelegt. Da sich die Unfallstelle in einer leichten Kurve befindet, wird davon ausgegangen, dass die Züge mit insgesamt 200 km/h frontal zusammenstießen.

Blutspender gesucht

Die Bergung der völlig zerstörten Triebwagen wird wohl noch einige Tage andauern. Die Bahn hat Schienenersatzverkehr eingerichtet. Außerdem bittet der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes um Blutspenden. Aufgrund der zahlreichen Verletzten ist der Bedarf an Blutspenden enorm angestiegen. Spender dürfen sich in der Blutspendezentrale in München, Dachauer Str. 90, einfinden.

GERMANY-TRAIN/CRASH

Auswertung der Datenschreiber

Inzwischen wurden auch zwei der drei Blackboxen gefunden. Während solcher Datenschreiber in Flugzeugen schon lange eingebaut werden, erhalten auch Züge Geräte zur Auswertung der Geschehnisse. Die Ermittler hoffen damit den Unfallhergang sowie die Ursache identifizieren zu können.

Es ist ein Update zu diesem Beitrag verfügbar: Bergung der Unfallzüge dauert an

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